NÖ Forschung & Bildung

KL Stipendien

Bildung für die Zukunft – Niederösterreichische Landesstipendien

Das Stipendienangebot des Landes Niederösterreich wird mit Beginn des Jahres 2019 zusammengeführt und auf Basis einer Evaluierung transparent und effizient gestaltet. Die wesentlichen Zielsetzungen liegen darin, Studierende aus Niederösterreich bestmöglich zu unterstützen.

Im Medizinischen Bereich werden Studierende an der Karl Landsteiner Privatuniversität durch ein differenziertes Stipendiensystem unterstützt: ein Sozialstipendium in Höhe von 80 Prozent der Studiengebühren, ein Leistungsstipendium für herausragende Studienleistungen sowie eine Prämie für AbsolventInnen, die in Niederösterreich als Ärzte tätig sind.

Ab dem Wintersemester 2019/20 werden sich die Karl Landsteiner Stipendien daher wie folgt darstellen:

1) Sozialstipendien

  • Medizinische Studien (BA/MA): Sozial bedürftige Studierende mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Niederösterreich  können jährlich Sozialstipendien in Höhe von 80 Prozent der Jahres-Studiengebühren erhalten.
  • Psychologie (BA/MA): Sozial bedürftige Studierende mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Niederösterreich können jährlich Sozialstipendien in Höhe von 25 Prozent der Jahres-Studiengebühren erhalten.
  • WICHTIG: die durchgehende Meldung des Wohnsitzes in NÖ muss zum Zeitpunkt der Antragsstellung bereits mindestens 1 Jahr rückwirkend bestehen! Die aktuelle Meldebestätigung darf bei Antragsstellung nicht älter als 14 Tage sein.
  • Die Antragstellung erfolgt in dem auf der Homepage angeführten Einreichzeitraum.
  • Die Vergabe eines Sozialstipendiums erfolgt insgesamt höchstens für die Mindeststudiendauer (BA/MA).

KL Sozialstipendium - Einkommensgrenzen

Nach österreichischem Recht sind die Eltern von Studierenden verpflichtet, für den finanziellen Bedarf ihrer Kinder bis zur Erreichung der Selbsterhaltungsfähigkeit aufzukommen. Dies schließt auch den Abschluss eines zielstrebig betriebenen Studiums ein.

Wesentliches Kriterium für die Zuerkennung eines KL Sozialstipendiums ist die soziale Bedürftigkeit des Studierenden. Zur Prüfung der Förderungswürdigkeit wird das Einkommen der Eltern der Studierenden und ggf. das Einkommen der Ehepartner/Lebensgefährten der Studierenden herangezogen. Im Falle von getrenntlebenden Eltern wird das Einkommen beider Elternteile berücksichtigt. Darüber hinaus ist die Haushaltsgröße relevant: die Eltern des Studierenden, ggf. der Ehepartner/Lebensgefährte des Studierenden sowie Geschwisterkinder, für deren Unterhalt die Eltern aufkommen müssen.

Studierende, die sich vor Beginn des Studiums an der KL wenigstens 4 Jahre durch eigene Einkünfte zur Gänze selbst erhalten haben, gelten als „Selbsterhalter“; in diesen Fällen wird das Einkommen der Eltern der Studierenden bei der Prüfung der Förderungswürdigkeit nicht mehr herangezogen. Das Einkommen des Ehepartners/eingetragenen Partners des Studierenden wird allerdings bei der Prüfung berücksichtigt.

 Die Definitionen der Einkommensobergrenzen werden zur Zeit bearbeitet und stehen in Kürze wieder zur Verfügung!

Als Einkommen werden die Einkunftsarten laut Einkommensteuergesetz (EStG 1988, § 2 Abs.3) gewertet. Zum Einkommen zählen u.a.: Löhne, Gehälter, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Pensionen, Kranken-, Wochen- und Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld und vergleichbare Einkünfte vom AMS. Zum Einkommen zählt nicht: Familienbeihilfe, Pflegegeld, Versehrten- und Unfallrenten.

Das Einkommen ist mittels Einkommenssteuerbescheide des vorhergehenden Jahres nachzuweisen.

Wird ein positiver Studienbeihilfebescheid vorgelegt, ist Förderungswürdigkeit jedenfalls gegeben und ein KL Sozialstipendium wird bei Erfüllung aller restlichen Kriterien zuerkannt. Ein entsprechender (auch negativer) Bescheid der Studienbeihilfebehörde kann auch als Nachweis der Einkommens-Bemessungsgrundlage vorgelegt werden.

Das KL Sozialstipendium ist an die Mindeststudiendauer geknüpft; ein Studienerfolgsnachweis des vorangegangenen Jahres ist bei der Beantragung vorzulegen (30 ECTS-Punkte pro Studienjahr). Der Bezug der österreichischen Studienbeihilfe neben dem KL Sozialstipendium ist möglich. Im Falle weiterer Förderungen erheblichen Ausmaßes behält sich das Land vor, das Stipendium entsprechend zu kürzen oder auszuschließen.

Bei Bezug eines KL Sozialstipendiums gelten für den Studierenden die gleichen Zuverdienstgrenzen wie im Rahmen der österreichischen Studienbeihilfe (€ 10.000 jährlich).

2) Leistungsstipendien

  • Studierende mit besonderen Studienleistungen (Reihung erfolgt durch die KL) können jährlich Leistungsstipendien in Höhe von 20 Prozent der Jahres-Studiengebühren erhalten.
  • Leistungsstipendien werden an höchstens 15 Prozent der Studierenden vergeben.
  • Die Antragstellung durch die Studierenden ist jeweils nach Absolvierung eines Studienjahres auf Basis eines Rankings der KL möglich.

3) Sonderprämie Medizin

  • Studierende, welche nach Absolvierung des medizinischen Studiums an der KL an einer Krankenanstalt in der Rechtsträgerschaft des Landes Niederösterreich oder im niedergelassenen Bereich des Landes Niederösterreich als Arzt tätig sind, können im Rahmen einer Sonderprämie für einen Zeitraum von bis zu 6 Jahren jährlich 20 Prozent der geleisteten Jahres-Studiengebühren rückvergütet erhalten.
  • Die Antragsstellung erfolgt jeweils im Nachhinein nach Absolvierung eines Dienstjahres in Niederösterreich.

WICHTIGE INFORMATION!

Die neuen oben angeführten Kriterien gelten ab dem Wintersemester 2019/20. In der Einreichperiode im Sommersemester 2019 (15.04. - 31.05.2019) werden die Förderungen noch nach den derzeit gültigen Kriterien vergeben (Details finden Sie beim jeweiligen Stipendium)!

Andere Fördermöglichkeiten

Weitere Fördermöglichkeiten finden Sie hier: